Sparen veursacht Folgekosten - AKB kritisiert Beitragsstabilsierungsgesetz

Festpreise gefährden Hilfsmittelversorgung – Aktionsbündnis nimmt Stellung

Das Aktionsbündnis bedarfsgerechte Heil- und Hilfsmittelversorgung erhebt Stimme für Teilhabe und Rechte behinderter Kinder

Festpreise für Hilfsmittel – besonders bei Kindern und Jugendlichen mit Behinderung und chronischen Erkrankungen – sind ein fataler Rückschritt: Hier stehen Gesundheit, Rechte behinderter Menschen und die wirtschaftliche Zukunft unserer Gesellschaft auf dem Spiel: 

Hilfsmittel sind keine freiwillig gewählten Konsumprodukte, sondern notwendige Investitionen in die Gesundheit, die Funktionsfähigkeit und damit die Zukunft der betroffenen Menschen. Gerade Kinder und Jugendliche mit Behinderungen sowie ihre Familien sind derzeit von mehreren Sparvorhaben gleichzeitig betroffen. Wer bei Kindern – egal ob mit oder ohne Behinderung – kurzfristig spart, verursacht langfristige Mehrkosten für die Gesellschaft, mehr Belastung für Familien und schlechtere Teilhabechancen.

Die im Gesetzesentwurf geplanten Festbeträge für ganze Produktgruppen, 3-Prozent-Pauschalabschläge und die Orientierung am Grundlohn wirken besonders bei Hilfsmitteln mit hohem Beratungs- und Anpassungsbedarf wie eine Bremse. Kindliches Wachstum und Entwicklung ist immer individuell – zeitkritische, kindgerechte und individuelle Versorgung lässt sich nicht durch Hilfsmittel zu Festpreisen und “von der Stange” abbilden.

Kinderhilfsmittel sind 0,03% des Gesamtbudgets – kurzsichtiges Sparen verursacht später Kosten:

Das Aktionsbündnis fordert deshalb dringend Nachbesserungen, die in einer kleinen Gruppe   :

  • Keine Festbeiträge für Kinder und Jugendliche
  • § 36 SGB V muss so ausgestaltet werden, dass individuelle, qualitätsgesicherte und fachlich angepasste Hilfsmittelversorgung nicht unter pauschale Festbeträge fällt.

Stellungnahme lesen unter: