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Wie Inklusion gelingt

Notwendige Gelingensbedingungen und rehaKIND-Forderungen

Die Aufnahme von Kindern mit körperlichen Handicaps wird wegen fehlender Medizinkenntnis an Schulen als schwierig empfunden.                                                                                                                                                                                                        

Die Umsetzung der Inklusion ist eine Generationenaufgabe. Erste erfolgreiche Schritte sind getan, aber noch passen ein separierendes Schulsystem und eine auf Auslese gerichtete Sichtweise nicht zur Idee einer Gesellschaft für Alle! Auch fehlende bauliche Gegebenheiten, mangelnde technische Ausstattung und Unkenntnis über die Nutzung von Hilfsmitteln oder Medikamenten sind Stolpersteine auf dem "inklusiven" Weg.

Preisgekrönte inklusive Schulen und Kindergärten zeigen, worauf es bei der Umsetzung ankommt:

  • Inklusion ist Chefsache! Nur so kann an jeder Schule eine Koalition der Willigen geschmiedet und können Ressourcen neu verteilt werden.
  • Die Doppelbesetzung aus Regelschullehrern und Sonderpädagogen ist unverzichtbar
  • Notwendige Zeiten für Therapien und Hilfsmittelversorgung gehören zum Schulalltag, dafür ist ein Ganztagsbetrieb notwendig.
  • Wir brauchen inklusive Hilfsmittel und Therapieansätze, leicht handhabbar und in den Schulalltag integrierbar.
  • Zuständigkeiten bei der Anschaffung und Bewilligung von Hilfsmitteln gehören gebündelt - die Vielzahl  der Ansprechpartner und Unabgestimmtheit der zuständigen Resortsverschwendet im inklusiven Alltag unnötige Ressourcen und Zeit.
  • Fehlende medizinische Kompetenzen an Schulen und bei den Pädagogen führen zu Unsicherheit, Überforderung und Ablehung der inklusiven Idee.
  • Die Sichtweise auf alle Kinder muss sich ändern: mit Blick auf die Ressourcen und nicht auf die Defizite gelingt Inklusion.
  • Die Pädagogik, die Stundenpläne und die Unterrichtsinhalte und -abläufe müssen sich auf die Diversität der Schüler anpassen.
  • Inklusionshelfer müssen von Schulen auch in einer Pool-Lösung eingesetzt werden können. Eine 1:1 Betreuung ist nicht immer zielführend und schadet dem Streben des Kindes nach Selbständigkeit und Integration unter Gleichaltrigen.

rehaKIND e.V.

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